So wie Tag und Nacht, Bewegung und Ruhe im beständigen Wechsel einander ablösen, so bewegt sich auch der oder die Taiji-Übende rund und fließend vor und zurück und hat durch den Rhythmus des Ein- und Ausatmens und des Ansteigens und Abfallens der Körperspannung teil an dieser universellen Bewegung des ständigen Wandels.

Taijiquan steht auch in der langen Tradition chinesischer Kampfkünste. Als eine sanfte Art der Selbstverteidigung, die nicht mit Muskelkraft, sondern mit innerer Energie, Qi genannt, arbeitet, steht Taijiquan im Gegensatz zu den sogenannten harten oder äußeren Schulen der Selbstverteidigung.

Bei uns im Westen wurde Taijiquan zunächst als sanfte Art der Selbstverteidigung bekannt. Immer mehr Menschen praktizieren es heutzutage jedoch vor allem wegen seiner positiven Auswirkungen auf die körperliche und seelische Gesundheit.